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Entwicklung eines Logos

Autor:
Philip Fuchslocher
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Hintergründe eines Logos

Oftmals werden Logos in abenteuerlichster Weise als effektüberladene Pixelgrafiken, in den wildesten Farb- und Verlaufskombinationen konzipiert. Warum dies fatal sein kann und wie man es besser angeht, soll euch dieser Artikel demonstrieren.

1. Was ist ein Logo?

So banal diese Frage scheinen mag: Was ist ein Logo?

Woher stammt der Begriff des Logos, bzw. des Signets, dem das Logo in seiner Anwendungsweise und Funktion zuzuordnen ist?

Seinen Ursprung hat das "Signet" im Lateinischen. "Signum" bedeutet "Zeichen" und wurde für Unterschriften oder als Siegel verwendet. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Signet zu einer bildhaften Kennzeichnung von Printmedien. Im Wörterbuch finden sich einige Übersetzungen für diesen Begriff. "logos" stammt aus dem Griechischen bedeutet "Wertbestandteil", "logographie" steht für "Wortschrift" oder auch "Wortbild". Also ein Element, das bildlich eine Sachlichkeit verdeutlicht.

Auch heute hat das Logo eine ähnliche Funktion: Es soll ein Produkt/Unternehmen kennzeichnen, es präsentieren. Der Mensch denkt bekanntlich in Bildern - ein Logo soll diesen Umstand verwenden, und es erleichtern, einen Namen dauerhaft einzuprägen.

2. Was soll ein Logo vermitteln?

Ein Logo sollte auf den ersten Blick vermitteln, für was es steht.
Die zu vermittelnde Thematik sollte auf Anhieb getroffen werden.

3. Was macht ein gutes Logo aus?

- Das Logo soll den Inhalt des Beworbenen klar transportieren.
- Das Logo soll unverwechselbar sein, sich von Konkurrenz abgrenzen.
- Das Logo soll einfarbig reproduzierbar sein.
- Das Logo soll auch kleinformatig (25mmx25mm) noch funktionieren.
- Das Logo soll in verschiedenen Medien technisch reproduzierbar sein.
- Die Schriftauswahl soll zeitlos sein und gut lesbar.

Hier einige Hinweise zu diesen Punkten:

- Das Logo soll in seinem Charakter dem Beworbenen entsprechen.
Ein hochfeines Hotel sollte in seinem Logo keine verwackelte und geschmierte Handschrift als Font einsetzen.

- Das Logo sollte keine zu kleinen Details beinhalten, da diese bei sehr kleiner Darstellung verloren gehen und die Wirkung des Signets verändern können.

- Das Logo sollte in den unterschiedlichsten Medien reproduzierbar sein.
Sowohl im Screen- als auch im Printbereich. Hier gibt es einige wichtige Unterschiede zu beachten, wie im nächsten Schritt erläutert wird.

- Es sollte vermieden werden, auf zu modebetonte Schriften zu bauen.
Trendschriften, wie momentan die Pixelfonts, verlieren zu schnell ihren Reiz und erzwingen ein schnelles Redeisgn des Logos und führt somit neue und unnötige Kosten mit sich.

4. Die Elemente eines Logos

Ein Logo kann sich in mehrere Elemente untergliedern.
Primär besteht das Logo aus einer Typo, die den Namen des Beworbenen angibt. Unterstützend können grafische Komponenten, wie Schriftmodifikation, kleine Grafiken, farbige Auszeichnungen etc. das Gesamterscheinungsbild verstärken. Viele Logos weisen noch einen kurzen prägnanten Satz, einen Slogan auf, der das Beworbene ebenfalls unterstreicht.

5. Technisch-gestalterische Hinweise

An dieser Stelle einige gern übersehene und mißachtete Probleme, die bei zu freier Gestaltung eines Logos auftreten können.

- Generell sollte ein Logo als Vektorgrafik aufgebaut werden. Hierzu bieten sich darauf spezialiserte Programme wie Adobe Illustrator, Macromedia Freehand oder auch Corel Draw an. Diese vektorbasierte Form des Logos erlaubt neben einem verlustfreien skalieren der Grafik eine bessere Reproduzierbarkeit des Logos.

- Das Logo sollte sich auf maximal 1-2 kontrastreichen Farben beschränken. Dies erhöht einerseits die seriöse Wirkung des Logos, hat aber noch weitaus wichtigere Hintergründe:

- Das Logo ist auch bei S/W-Reproduktion, wie z.B. beim faxen oder der einfachen Kopie noch gut erkennbar und es senkt die Kosten im Druck. Anstatt beim Offset-Druck vier Platten, für die Farben CMYK zu belichten, kann das Logo als Mehrkanal mit nur zwei Farben aufgebaut werden.

- Oftmals werden Logos in pixelbasierten Programmen wie Photoshop gebaut, da dort schnell schöne Effekte, Farbverläufe etc. produziert werden können. Solche Logos sind jedoch ausschließlich für Monitordarstellung zu gebrauchen und wirken in der Regel eher billig und amateurhaft. Für einen professionellen Gebrauch sind solche "Logos nicht zu verwenden.


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